ABE
• ABRIEBSBILD •
ABS •
ACHSPOSITION •
AIRPUMPING •
ALPIN •
ALTERUNG •
AQUAPLANING •
ASR •
AUSWUCHTEN
- ABE = Allgemeine
Betriebserlaubnis für ein Fahrzeugmodell oder ein Zubehörteil.
ACHTUNG:
Bei der Verwendung nicht freigegebener Räder oder
Reifen erlischt die Betriebserlaubnis, d.h. die komplette Fahrzeugzulassung samt
Versicherungsschutz!
- Das Abriebsbild eines
Reifens gibt dem Fachkundigen wertvolle Hinweise auf nicht optimale
Einstellungen oder eventuelle Schäden am Fahrwerk (Achsgeometrie,
Stoßdämpferdefekt etc.). Sinnvoll ist daher die regelmäßige Reifenkontrolle bei
einem Reifenfachbetrieb (ca. alle 10-15.000 km!).
- Das ABS =
Anti-Blockier-System verhindert bei Vollbremsung das Blockieren der Räder.
Vorteil: Das Auto bleibt lenkbar! Bei trockener, feuchter und nasser Fahrbahn
ist der Bremsweg in der Regel gleich oder kürzer als beim gleichen Fahrzeug ohne
ABS. Im Notfall das Bremspedal "hart treten" und sich vom Pulsieren des Pedals
nicht beeinflussen lassen. (Auf Neuschnee oder Rollsplitt kann der ABS-Bremsweg
auch einmal geringfügig länger sein.
- Die Achsposition gibt an,
wo genau ein Reifen eingesetzt wurde. Für den Fachmann ist dies wichtig, weil
die Kräfte, die ein Reifen übertragen muss, auf der Lenkachse ganz andere sind
als auf der Antriebsachse. Außerdem ist natürlich die Antriebsart entscheidend!
Generell gilt bei allen Antriebsarten: Die besseren Reifen gehören auf die
Hinterachse! (Siehe auch "Räderwechsel"!)
- Airpumping nennen
Reifentechniker das schnelle Ausströmen von Luft aus den Profilkanälen beim
Abrollen. Die Reifen werden durch das Fahrzeuggewicht mit großem Druck auf die
Fahrbahn gepreßt. Bei hoher Geschwindigkeit entstehen so Pfeif- und
Zischgeräusche, die sich jedoch durch eine geschickte Variation der
Profilanordnung reduzieren lassen.
- Alpin heißen
Michelin-Reifen, die speziell für den Einsatz in schneereichen Gegenden
konzipiert sind. Ihr hervorragender "Winterbiß" beruht auf patentierten
Lamellentechniken: den
Y-Lamellen
für den Alpin (Q bis 160 km/h) (siehe dort) und den
Z-Lamellen
(siehe dort) des Pilot Alpin (H bis 210 km/h). Diese Lamellen sorgen für eine
ausgezeichnete Haftung auf Schnee und rutschiger Fahrbahn. Sobald ein Alpin zu
1/3 abgefahren ist, verdoppelt sich die Anzahl der wirksamen Lamellen und der
Winterbiß verstärkt sich noch einmal.
Die Z-Lamelle des Pilot Alpin gewährleistet durch ihren "Abstützeffekt" eine
hervorragende Kraftübertragung und sicheres Fahrverhalten insbesondere bei hohen
Geschwindigkeiten.
- Die Alterung
von Gummi ist ein natürlicher Prozess und bedeutet, dass sich Elastizität und
Haftfähigkeit im Laufe der Zeit geringfügig verändern. Ein Prozess, der sehr
langsam erfolgt - und außerdem durch spezielle Alterungsschutzmittel im Reifen
noch verlangsamt wird. Dennoch sollte man z.B. einen Reservereifen, der mehr als
6 Jahre "untätig" im Kofferraum lag, nicht zusammen mit völlig neuen Reifen
fahren!
ist das Aufschwimmen des Reifens auf einer Wasserschicht. Je nach Profiltiefe
und -aufbau, Luftdruck, Radlast, Wasserhöhe und Geschwindigkeit schwimmt der
Reifen früher oder später auf und kann keine Lenk- oder Bremskräfte übertragen.
HINWEIS:
Bei Aquaplaning das Lenkrad in der gleichen Position stehen lassen und auch bei
seitlichem Abdriften nur leicht gegenlenken!
- ASR
ist die Abkürzung für Antriebs-Schlupf-Regelung. Das ist eine elektronische
Steuerung, die dafür sorgt, daß beim Beschleunigen nur soviel Motorkraft zu den
Antriebsrädern kommt, wie diese auch verkraften können. Dadurch wird das
Durchdrehen der Räder auf glatter Fahrbahn verhindert!
ist das Ausgleichen von statischen oder dynamischen Unwuchten am Rad-
Reifen-System, die durch ungleiche Massenverteilung verursacht werden und
Vibrationen hervorrufen. Um einen ungleichen Verschleiß am Reifen und Schäden an
der Radaufhängung zu vermeiden sowie um den Fahrkomfort zu gewährleisten, ist
das Auswuchten an modernen Fahrzeugen unverzichtbar. (siehe auch Feinwuchten)
BREMSASSISTENT • BREMSPLATTEN
- Der
Bremsassistent
unterstützt den Fahrer bei einer Notbremsung, da die meisten Autofahrer in
kritischen Situationen nicht stark genug auf die Bremse treten. Ein Sensor
erfaßt das abrupte Zurückgehen vom Gas und das schnelle Niedertreten des
Bremspedals. Ein Magnetventil belüftet blitzschnell den Bremskraftverstärker,
der den vollen Bremsdruck aufbaut. Der Bremsassistent verkürzt den Bremsweg aus
100 km/h um bis zu 45 %.
-
Bremsplatten
können durch eine Blockierbremsung entstehen. Bei entsprechend hoher
Ausgangsgeschwindigkeit "radieren" die Reifen dabei so heftig über die Fahrbahn,
daß sie an der Blockierstelle unter starker Hitzeentwicklung lokal abgeschliffen
werden. In aller Regel schlagen die Reifen danach so stark, daß sie ausgetauscht
werden müssen.
- Mit
CBC (Cornering
Brake Control), einer Weiterentwicklung von ABS (siehe dort), werden
Bremsvorgänge in Kurven noch sicherer und kontrollierbarer. Durch dosiertes
Bremsen jedes einzelnen Rades wird das Schieben über die Vorderachse
(Untersteuern) oder das Ausbrechen des Hecks (Übersteuern) beim Bremsen in
Kurven minimiert.
kommt (wie zahlreiche Begriffe rund ums Auto!) aus dem Französischen und
bedeutet Wasserableitung aus dem Profil. Die gute Drainagewirkung eines Reifens
ist Voraussetzung für sicheres Fahrverhalten bei Nässe. Per Computersimulation
kann man die Entwässerungsgeschwindigkeit eines Profils berechnen und den Reifen
aquaplaningsicher machen. Man unterscheidet zwischen Längs- und Querdrainage.
- ECE
30 • "ELEKTRONISCHE REIFEN" •
ENERGY-REIFEN • ESP
ECE 30 ist eine europäische Richtlinie, die auf dem Reifen durch die
"E-Nr." dokumentiert wird. Die E-Nr. ist für jede Reifenausführung individuell
und besagt, daß dieser Reifen die Prüfkriterien ECE 30 bestanden hat. Seit
1.10.1998 dürfen in Deutschland (in anderen europäischen Ländern wie Österreich,
Frankreich, Großbritannien schon seit einigen Jahren) Reifen, die nach diesem
Datum produziert wurden, nur noch mit E-Nr. in den Verkauf gelangen. Dies gibt
den Verbrauchern zusätzliche Sicherheit gegen eventuelle grobe Sicherheitsmängel
an Billigimporten.
- "Elektronische
Reifen" sind ein Denkmodell für die
Reifentechnik von morgen. Im Reifen eingebaute Sensoren erfassen die
Fahrbedingungen (Nässe, Kälte, Kurven, Geschwindigkeit, etc.) und stellen den
Reifen automatisch auf diese Situation ein.
- Energy-Reifen
sind ein Markenzeichen für Energie-Sparreifen
von MICHELIN. Sie verfügen über spezielle Gummimischungen mit geringem
Rollwiderstand. Dies führt zu einer Senkung des Treibstoffverbrauchs, d.h. die
Reifen machen sich praktisch von selbst bezahlt! Energy-Reifen zeichnen sich
außer durch ihren geringen Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch auch durch das
mindestens gleich hohe Niveau in allen anderen Leistungskriterien aus.
- ESP
(Elektronisches Stabilisierungs-Programm) heißt bei einigen Fahrzeugherstellern
auch anders und ist durch den "Elchtest" berühmt geworden. Dieses System greift
durch gezielt dosiertes Bremsen und die Beeinflussung des Motordrehmoments in
kritischen Fahrsituationen ein und hilft dem Fahrer das Fahrzeug zu
kontrollieren. Dies gilt sowohl bei Geradeaus- als auch bei Kurvenfahrt.
FABRIKATSBINDUNG • FEINWUCHTEN
- Fabrikatsbindung
bedeutet, daß für ein Fahrzeugmodell vom Fahrzeughersteller nur bestimmte
Reifenfabrikate zugelassen sind. Dies trifft insbesondere für sehr schnelle
Fahrzeuge zu, die W- oder ZR- Reifen benötigen. Zulässige Reifenfabrikate und
Reifentypen sind im Kfz-Schein angegeben oder bei späterer Umrüstung im
Rädergutachten genannt. (siehe auch ABE)
ist zumindest für die Räder der Lenkachse von PKW eine unerläßliche Maßnahme.
Direkt am Kfz werden damit die Restunwuchten ausgeglichen, die durch geänderte
Radzentrierung, Nabe und Bremsscheibe auftreten. (siehe auch Auswuchten)
- Grip
(Haftung, siehe dort), ein Begriff aus dem
Rennsport, bezeichnet die Fähigkeit eines Reifens, auf der Piste förmlich
"festzukleben". Dies erreicht man durch weiche Gummimischungen und
Reifenarbeitstemperaturen von 100 - 120°C. Allerdings halten diese Reifen in der
Regel nur einige hundert Kilometer!
HAFTUNG • HERSTELLUNGSDATUM • HOMOLOGATION
ist die Fähigkeit einer Laufflächengummimischung, sich möglichst intensiv mit
der Straße zu verbinden. Experten unterscheiden dabei Makro- und Mikrorauigkeit
des Straßenbelages. Haftung bei Nässe und insbesondere bei Schnee wird durch
eine ausgefeilte Lamellentechnik (siehe dort) und entsprechende Gummimischungen
erreicht.
Herstellungsdatum
eines Reifens läßt sich an der mit den Buchstaben DOT beginnenden
Identifizierungsnummer auf der Reifenflanke ablesen. Die letzten drei Ziffern
bedeuten Woche und Jahr, z.B. 049 = 4. Woche 1999. Ein zusätzliches Dreieck
hinter der letzten Ziffer zeigt an, daß der Reifen aus den 90er Jahren stammt.
Seit dem Jahr 2000 ist die DOT-Nummer vierstellig, z.B. 4200. Die ersten beiden
Ziffern geben die Produktionswoche an, hier die Woche 42. Die beiden letzten
Ziffern (00) definieren das Baujahr, in diesem Beispiel das Jahr 2000. 01
bedeutet 2001.
Homologation
ist die technische Freigabe eines Reifens für ein bestimmtes Automodell. Sie
umfaßt rund 60 Prüfpunkte und wird von den Fahrzeugherstellern sehr streng
gehandhabt. Für den Reifenproduzenten bedeutet sie eine Qualitätsbestätigung!
MICHELIN besitzt in Deutschland, wo die Konstrukteure besonders anpruchsvoll
sind, Freigaben aller Fahrzeughersteller für nahezu alle Fahrzeugtypen.
(1) nennt man die Grundkonstruktion eines Reifens. Sie wird durch Gürtel (2) und
Laufstreifen komplettiert. In der Regel besteht sie aus gummiummantelten
Textilseilen - heute vorwiegend aus Kunstfasern wie Rayon oder Nylon. Die
Karkasse ist der entscheidende Festigkeitsträger eines Reifens!
LAMELLENREIFEN •
LAUFRICHTUNGSBINDUNG • LENKPRÄZISION • LOAD-INDEX • LUFTDRUCK • LUFTVERLUST
-
Lamellenreifen
wurden von MICHELIN schon in den 30er Jahren erfunden. Damals für den Einsatz
auf rutschigem Kopfsteinpflaster. In den 80er Jahren entwickelte MICHELIN daraus
den modernen Winterreifen, der über außerordentlich viel Griff auf Schnee und
Eis verfügt. (Siehe auch "Alpin"-Reifen!)
- Laufrichtungsbindung
gibt es bei modernen Reifen immer häufiger. Manche Profile sind so konstruiert,
daß sie in vorgeschriebener Laufrichtung abrollen müssen. Das bringt Vorteile
bei den Reifenleistungen (Geräuschentwicklung, Nässeeigenschaften) sowie der
Kraftübertragung auf Schnee und Eis.
- Unter der
Lenkpräzision
eines Reifens oder Fahrzeugs versteht man dessen Fähigkeit, möglichst exakt in
eine Kurve ein- und auszulenken sowie das Fahrverhalten im Kurvenverlauf.
Hochleistungsreifen (Y, ZR) sind in der Regel besonders lenkpräzise.
- Load-Index
(Tragfähigkeitskennzahl) ist eine meist zweistellige Zahl am Ende der
Größenbezeichnung: z.B. 175/70 R 13 82 T. Die Zahl 82 gibt Aufschluß über die
Tragfähigkeit des Reifens. Tragfähigkeitsindex 82 bedeutet z.B. 475 kg
Tragfähigkeit pro Reifen!
- Korrekter
Luftdruck
entscheidet darüber, ob die Reifen ihr volles Leistungsspektrum entfalten können
(z.B. Kilometerleistung, Kurvenhaftung, Dauerfestigkeit, Bremsweg usw.).
DESHALB:
alle 14 Tage bei kalten Reifen kontrollieren!
ACHTUNG:
Niemals nach längerer Fahrt Luftdruck absenken! Bei der Fahrt erwärmen sich die
Reifen, und der Reifenluftdruck steigt automatisch an.
(Siehe auch "Unterdruck" und "Überdruck")
- Luftverlust
von Reifen ist in geringem Maße immer vorhanden, da die Luftmoleküle auch bei
einem luftdichten Reifen langsam nach außen dringen. Michelin verwendet als
innere Gummischicht das im Vergleich zu herkömmlichen Gummischichten um bis zu
6mal luftdichtere Butyl, um so den Autofahrern ein Höchstmaß an Sicherheit zu
bieten. Plötzlicher Luftverlust führt zu Instabilität des Fahrzeuges. Besonders
kritisch ist dieser Fall an der Hinterachse durch die plötzlich fehlende
Seitenführung.
MATCHEN • MISCHBEREIFUNG
- Matchen
ist ein Verfahren bei der Reifenmontage,
das zum optimalen Rundlauf des Reifens beiträgt. Dabei werden die
Rundlaufabweichungen von Rad und Reifen so miteinander kombiniert, daß sie sich
gegenseitig weitgehend neutralisieren. Wird vor dem eigentlichen Auswuchten
durchgeführt!
- Mischbereifung
sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Unterschiedliche Reifentypen auf Vorder-
und Hinterachse können das Fahrverhalten negativ beeinflussen. Insbesondere
Winterreifen gehören "rundum" montiert.
PANNENSICHER • PR =PLY RATING
- Pannensichere
Reifen oder Reifen mit Notlaufeigenschaften sind heute noch nicht handelsüblich.
Im Bedarfsfall wird nach wie vor das Reserverad montiert. Michelin hat mit dem
PAX-Reifensystem eine Lösung gefunden, die - bei Verbesserungen in puncto
Rollwiderstand/Kraftstoffverbrauch, Fahrverhalten und konstruktiver Vorteile für
den Fahrzeughersteller - dafür sorgt, daß der Reifen in plattem Zustand noch 200
km mit 80 km/h rollen kann. Ein plötzlicher Luftverlust des Reifens (siehe dort)
würde so ebenfalls seinen Schrecken verlieren. Das PAX-Reifensystem wird
momentan über die Fahrzeughersteller am Markt getestet.
- PR
= Ply Rating (Lagenzahl), ist eine nur bei Reifen für Leichttransporter noch
teilweise gebrauchte Bezeichnung für verschiedene Tragfähigkeitsklassen.
Früher bei Diagonalreifen bezeichnete man damit die Anzahl der Karkasslagen. Ein
8 PR-Reifen besitzt mehr Tragfähigkeit als ein 6 PR-Reifen! Die PR-Zahl ist
heute durch den Load Index (siehe dort) ersetzt.
RADIALREIFEN • RÄDERWECHSEL • REIFENRECYCLING
• REINFORCED • RESERVERAD • ROLLWIDERSTAND • RUNDERNEUERUNG • RUNDLAUFPRÄZISION
wurden 1948 von Michelin eingeführt (X-Technologie). Die klare Trennung der
Funktionen im Reifenunterbau - radial angeordnete Karkasslagen für besseres
Einfedern, stabilisierende Gürtellagen unter der Lauffläche - führte zu einer
erheblichen Steigerung der Reifenleistung bei praktisch allen wichtigen
Kriterien. Im Vergleich zu den in der Frühzeit des Automobils üblichen
Diagonalreifen mit mehreren schräg überkreuzten Karkasslagen wurde die
Laufleistung mindestens verdoppelt. Nässegriff, Fahrpräzision, Kurvenhaftung und
Komfort wurden wesentlich verbessert.
Räderwechsel
von vorn nach hinten (und umgekehrt!) nach ca. 10 bis 15.000 km ist immer
sinnvoll! Dadurch werden die Reifen gleichmäßiger abgefahren und können später
komplett ausgetauscht werden.
Falls Sie dennoch einmal nur zwei neue Reifen montieren lassen, gehören diese -
unabhängig von der Antriebsart (auch bei Allrad) - immer auf die Hinterachse!
Die Haftung der Reifen auf der Hinterachse ist entscheidend für die Führung des
Fahrzeugs insbesondere in Kurven.
- Reifenrecycling,
also die materialmäßige Wiedergewinnung von Gummi (Reifen, Kautschukprodukte)
ist heute noch Zukunftsmusik, jedoch Gegenstand der Forschung. Derzeit führt man
Altreifen der Energiegewinnung zu oder nutzt sie zerkleinert als Gummigranulat
(ohne Stahlseile) z. B. für Wulstbänder, Parkbänke, Sportböden und
Flüsterasphalt.
- Reinforced
ist eine zusätzliche Bezeichnung für PKW-Reifen, die extra verstärkt wurden. So
können sie bei erhöhtem Luftdruck höhere Lasten tragen und sind außerdem besser
gegen mechanische Verletzungen geschützt.
- Das
Reserverad
führt häufig ein Dornröschendasein. Im Ernstfall fehlt ihm oft ausreichend Luft
- oder die Radmuttern der Aluräder passen nicht auf das übliche Stahlrad...!
UNSER TIP:
Reserverad regelmäßig auf Luftdruck prüfen und in den turnusmässigen
Reifenwechsel mit einbeziehen. (Ausnahme: Notrad) Luftdruckprüfen nicht
vergessen!
- Rollwiderstand
nennt man die Kraft, die ein rollender Reifen dem Vortrieb entgegensetzt. Im
wesentlichen bedingt durch seine "Walkarbeit", d.h. Verformung beim Durchlaufen
der Bodenaufstandsfläche. Bis etwa 100 km/h ist der Rollwiderstand übrigens
größer als der Luftwiderstand des Fahrzeugs! "Grüne Reifen" (wie z.B. der
MICHELIN-"Energy") tragen durch 30% weniger Rollwiderstand zu einer Reduzierung
des Treibstoffverbrauchs um bis zu 5% und damit zu weniger Umweltbelastung bei!
- Runderneuerte
Reifen sind - insbesondere bei größeren Reifen - ökologisch interessant, weil
nach dem "ersten Reifenleben" rund 3/4 der eingesetzten Rohstoffe
wiederverwertet werden können - in Form der Karkasse. Auf diese wird ein neuer
Laufstreifen aufvulkanisiert, wobei der Reifen ein "neues" Profil erhält.
Besonders auf LKWs ist der Einsatz runderneuerter Reifen sinnvoll - und
wirtschaftlich! MICHELIN hat unter dem Namen "REMIX" ein besonders hochwertiges
Verfahren dafür entwickelt.
- Die
Rundlaufpräzision
von Reifen ist meßbar und fühlbar! Allerdings spüren die meisten Autofahrer den
Unterschied erst dann, wenn sie ihr Auto rundum neu bereifen. MICHELIN-Reifen
genießen übrigens bei Fahrzeugherstellern und dem Reifenfachhandel den Ruf
hervorragender Rundlaufpräzision. (Siehe auch "Uniformity")!
SÄGEZAHN • SCHLUPF • SCHULTERABRIEB • SILIKAT
• SLICKS • SPEEDINDEX
- Sägezahn
nennen Reifentechniker den ungleichmäßigen Abrieb an den Querkanten von
Profilblöcken in Laufrichtung des Reifens. Als Folge treten in fortgeschrittenem
Stadium oft lästige Vibrationen und Laufgeräusche auf. Rechtzeitiger Wechsel
zwischen Vorder- und Hinterachse kann dem vorbeugen. In hartnäckigen Fällen
sollte man den Reifenfachmann um Rat fragen. (siehe auch Räderwechsel)
- Schlupf
ist der Unterschied zwischen dem geometrischen Radumfang und der tatsächlich
zurückgelegten Strecke bei einer Radumdrehung. Bei durchdrehenden oder
blockierten Rädern liegt praktisch 100% Schlupf vor. Je größer die Antriebs-
oder Bremskräfte, um so größer der Schlupf. Ein geringes Maß an Schlupf ist beim
Fahren jedoch immer vorhanden - daher der Reifenverschleiß!
- Einseitiger
Schulterabrieb
stellt sich vor allem dann ein, wenn die Stellung des Rades zur Fahrbahn nicht
optimal ist (Spur, Sturz überprüfen!). Beidseitiger Schulterabrieb ist häufig
auf Unterluftdruck (siehe dort) oder Überlast zurückzuführen. Rasante Fahrer mit
hohem Landstraßenanteil (Kurven!) erreichen allerdings auch bei korrekter
Achseinstellung erhöhten Reifenabrieb auf den Außenschultern. In solchen Fällen
kann es sinnvoll sein, den Reifen auf der Felge zu drehen und von rechts nach
links zu tauschen. AUSNAHME:
laufrichtungsgebundene Profile!
- Silikat
ist ein in jüngster Zeit häufig verwendeter Füllstoff für Kautschukmischungen
(chemisch als Kieselsäure bekannt). Mit seiner Hilfe läßt sich der Nässegriff
von Reifen verbessern und der Rollwiderstand senken.
- Slicks
sind profillose Reifen mit extrem haftfähiger Laufflächenmischung, wie sie für
Rennautos gebaut werden. Bei Nässe kommen sie allerdings rasch in
Schwierigkeiten, weshalb dann profilierte Regenreifen erforderlich sind. Für den
Alltag sind sie deshalb ungeeignet! Außerdem halten sie selten mehr als 1000 km.
- Speed
Index = Geschwindigkeits-Symbol.
Buchstabe am Ende der Größenbezeichnung, der über die maximal erlaubte
Höchstgeschwindigkeit des Reifens Auskunft gibt.
z.B. 195/65 R15 91 H
S = bis 180 km/h,
T = bis 190 km/h,
H = bis 210 km/h,
V = bis 240 km/h,
W = bis 270 km/h,
Y = bis 300 km/h,
ZR = über 240 km/h
- Traktion
ist die Fähigkeit, Motorleistung durch Verzahnung mit der Fahrbahnoberfläche in
Vortrieb umzusetzen. Auf trockener Straße kein Thema, kann Traktion bei Nässe,
Schnee oder Eis durchaus problematisch werden. Dann spielen Haftfähigkeit der
Gummimischung und Profilform (Lamellenreifen für Schnee!) eine ganz
entscheidende Rolle. (Lamellen, siehe dort)
ÜBERLUFTDRUCK • UNIFORMITY • UNTERLUFTDRUCK
ist fast genauso schädlich wie Unterluftdruck! Stoßdämpfer und Komfort leiden,
die Bodenhaftung verschlechtert sich und zudem nutzen sich die Reifen in der
Regel schneller und ungleichmäßig ab (Mittenabrieb!).
Uniformity
nennen Reifentechniker die Fertigungsgenauigkeit eines Reifens. Sie ist
Voraussetzung für perfektes und ruhiges Abrollen ohne störende Geräusche und
Vibrationen. Je besser die Uniformity des Reifens, um so leichter läßt sich das
Rad auswuchten. - Fragen Sie mal einen Reifenmonteur nach der "Uniformity" von
MICHELIN-Reifen! (Siehe auch "Rundlaufpräzision").
ist heute eher die Regel als die Ausnahme! Immer bessere Reifen führen zu
Nachlässigkeit bei der Wartung. Wer mit zuwenig Luft fährt, hat viele Nachteile
und geht sogar ein Sicherheitsrisiko ein: Beeinträchtigung der Dauerfestigkeit,
eventueller Reifenausfall, schwammiges Fahrverhalten, reduzierte
Kilometerleistung der Reifen, erhöhter Kraftstoffverbrauch.
DESHALB:
alle 14 Tage Luftdruck bei kalten Reifen kontrollieren!
VENTILE • VENTILKAPPEN • VIBRATIONEN
- Ventile
ermüden genauso wie Reifen! Vor allem dann, wenn es (wie bei Stahlrädern
durchweg üblich!) Gummiventile sind. Starke Zentrifugalkräfte, Straßenschmutz
und Bremsabrieb setzen den Ventilen zu.
UNSER TIP:
Ventile bei jedem Reifenwechsel ersetzen lassen.
- Ventilkappen
sind die unscheinbarsten Teile am Rad - und dennoch von großer Bedeutung! Sie
schützen das eigentliche Ventil vor Schmutz und Feuchtigkeit und garantieren
völlige Dichtheit des Rad/Reifensystems.
- Vibrationen
am Lenkrad kommen in der Regel von schlecht ausgewuchteten Reifen. Das Matchen
(siehe dort) des Reifens kann hier nützlich sein. Auch ein fehlerhaftes bzw.
abgefallenes Auswuchtgewicht oder eine durch Gewaltbremsung entstandene
Bremsplatte (siehe dort!) können dafür verantwortlich sein. Ihr Reifenfachmann
weiß in solchen Fällen immer Rat!
bieten durch spezielle Profile und Gummimischungen größtmögliche Sicherheit bei
allen winterlichen Straßenbedingungen. Häufig nicht bekannt ist die Tatsache,
daß Gummimischungen von Winterreifen bei niedrigen Temperaturen später aushärten
und deshalb schon bei unter ca. 7 ° C kürzere Bremswege und somit mehr
Sicherheit bieten - auf trockener ebenso wie auf nasser Fahrbahn.
Y-Lamellen
sind eine MICHELIN-Erfindung für Winterreifen. Raffiniert geformte y-förmige
Profilschnitte führen zu einer Verdoppelung der Profilkanten nach ca. 1/3
Laufzeit. ERGEBNIS:
trotz abnehmender Profiltiefe ein sensationell guter Wintergriff. (Siehe
"Lamellenreifen" und "Alpin")
Z-Lamellen
- eine weitere Michelin-Erfindung - sind z-förmig zum Radmittelpunkt hin
angeordnet. Durch ihren Abstützeffekt ermöglichen sie gute Traktion,
ausgezeichnete Haftung und Lenkpräzision (siehe jeweils dort). Z-Lamellen werden
überwiegend bei Winterreifen für den Hochleistungsbereich (Pilot Alpin, siehe
dort) eingesetzt. Je nach gewünschter Leistungsfähigkeit gibt es gleichläufige
und gegenläufige Z-Lamellen.